Gästebuch der Bausoldatenseite

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19)     Stefan Kuntze schrieb am 04.05.2015 um 11:40 Uhr



An alle Mitstreiter, ich wurde noch am 02.November 1989 als Bausoldat eingezogen--Merseburg.Nach den ersten Wochen dort, wurden wir auf verschiedene Standorte verteilt. Für mich und andere ging es per LKW nach Karl-Marx-Stadt. Wir mussten dort in einem Betrieb für Gummiteile in der Produktion im 4 Schichten arbeiten. Aufgrund der politischen Wirren mußten wir im Januar wieder nach Merseburg, es kam dort auf einem Appell fast zu einem Aufstand, wir ließen uns von den Offizieren nichts mehr sagen und verlangten die Überführung in den Zivildienst. Dies erfolgte dann, wieder mit der Fahrt im LKW an die jeweiligen Heimatadressen. Wer war zu der Zeit noch in Merseburg?
18)     Bernd Lübcke schrieb am 17.03.2015 um 14:31 Uhr



Hallo, war als Bausoldat 72/73 in Groß Mohrdorf bei Major Müller, dem "Grimmigen". Gruß an alle Ehemaligen.
17)     Liebert, Matthias schrieb am 28.01.2015 um 15:46 Uhr



Wir waren 1978/79 10 Bausoldaten in der Offiziershochschule Löbau,Rückwärtigen Diensten angegliedert.Habe großes Interesse an Kontakten.
16)     Eric Veh schrieb am 20.01.2015 um 16:44 Uhr



Mai 87 - November 88 / Saßnitz - Premnitz - Buna(Schkopau)
eingezogen nach Saßnitz (Marine) Grundausbildung
Nach der Grundausbildung Einsatz in der chemischen Industrie in Premnitz bis Erich zur Eröffnung der neuen Wolprylaanlage kam. Im November 88 wurden wir alle nach Korbetha/Schkopau versetzt. Dort arbeiteten wir in Buna, wie auch die Merseburger. Der Standort Korbetha ist in der Standortliste nicht vertreten. Es war eine Baracke für ca. 60 BS. Wir lösten dort andere Soldaten ab (evtl. Pioniere). Da nach uns auch wieder BS kamen, muß der Standort bis 89 existiert haben.
Das Güllenbuch beschreibt sehr eindrucksvoll die Zeit in Saßnitz. Holger Richter hat uns quasi abgelöst.
Wir waren ein gute Truppe, die versuchte zusamm zu halten. Bisher hatten wir 3 Treffen, an denen sehr viele Ehemalige teilnahmen.
15)     Lutz Ziegler schrieb am 09.11.2014 um 23:01 Uhr



Hallo, ich war von 11/82 bis 4/84 Bausoldat.
2 Wochen Grundausbildung Brandenburg
ca 1 Jahr bei Pechern, ein kleines verwahrlostes Barackencamp
im Wald Nähe poln.Grenze, Bad Muskau war der nächste zivilisierte Ort, dann paar Monate in der Off.-Schule Löbau
der Rest in Haide.
Einer der Kompaniechefs hieß Hptm. Peters,genannt Col.Petters.
Ein desillusionierter, aber irgendwie charismatischer Säufer,
Grüße an alle Ehemaligen.
Ps: ich habe noch lange Zeit danach immer mal geträumt, dass ich zur noch einmal zur "Reserve" eingezogen wurde.
14)     Sebastian Kranich schrieb am 06.11.2014 um 11:41 Uhr



9. November: Ausstellungseröffnung und Lesung in Pößneck

Pößneck: Gespräch und Ausstellung in Jüdeweiner Kirche widmen sich Thematik der Bausoldaten

In die Vielzahl der Gedenktage 2014 reiht sich auch der 50. Jahrestag der Bausoldaten ein, informierte der Pößnecker Andreas Jeskolski, der selbst ein ehemaliger Bausoldat war.
Zwei Jahre nach Einführung der Wehrpflicht in der DDR war 1964 ein waffenloser Dienst für Wehrdienstverweigerer eingerichtet worden.
Nach dem Bausoldatenkongress vom 5. bis 7. September 2014 in Wittenberg wird auch eine Veranstaltung am 9. November in der Jüdeweiner Kirche Themen und Fragestellungen sowie Spannungsbögen nachgehen.
Zum Auftakt der ökumenischen Friedensdekade unter dem Motto "Befreit zum Widerstehen" zeigt das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk" die Ausstellung "Briefe von der waffenlosen Front. Bausoldaten in der DDR".
Sie eröffnet 15.30 Uhr Andreas Ilse, ein ehemaliger Bausoldat in Prora.
Ab 16 Uhr liest der promovierte Theologe Sebastian Kranich aus seinem Buch "Erst auf Christus hören, dann auf die Genossen - Bausoldatenbriefe aus Merseburg, Wolfen, Welzow 1988/98."
Während seiner Zeit als Bausoldat in der DDR hat der Autor Briefe an seine Eltern, an Freunde, Klassenkameraden und an seine heutige Frau geschrieben. Aus diesen Briefen entstand das Buch. Es verdeutlicht Angst, Zorn, Aufbegehren und Verweigerung und beschreibt laut Kranich, "wie man auch in dunkler Zeit überleben kann."
Die etwa 14.000 Männer, die ihren Wehrdienst als Bausoldaten leisteten, sind zwar quantitativ eine recht kleine Gruppe, haben aber laut Andreas Ilse mit ihrer Haltung gegen Militarisierung der Gesellschaft wichtige Beiträge für die Friedliche Revolution im Herbst 1989 geliefert. Im Gegensatz zum Ersten und Zweiten Weltkrieg hätten in der DDR auch zahlreiche Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter den Wehr- und Waffendienst verweigert, so Ilse.
Dabei lernten sie in unterschiedlicher Weise, Widerstand zu leisten.
"Sie und die anderen Verweigerer haben durch ihre Entscheidung und die Bausoldatenzeit eine Politisierung und Vernetzung erfahren, die sich zum Teil in der Friedlichen Revolution bewährt hat. Sie waren es, die die Kirchen 25 Jahre nach der Bausoldatenanordnung 1989 öffneten und Friedensgebete statt Kriegspredigten hielten."
De Ausstellung des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte ist bis einschließlich 22. November täglich von 17 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung für Schulklassen geöffnet. Am 23. November findet zum Abschluss eine Motette 17 Uhr in der Jüdeweiner Kirche statt.
13)     Andreas Kahlich schrieb am 04.11.2014 um 17:56 Uhr



Hallo zusammen,
habe die Seite durch Zufall gefunden. War in Bitterfeld im Aluwerk 88/89. Zuvor 3 Monate kurz in Merseburg, also Buna.
Tja lang ist es her. Habe leider keinen Kontakt mehr.
cu Andreas
12)     Volker Müller schrieb am 15.10.2014 um 11:42 Uhr



Tief bewegt habe auch ich Deine Zeilen gelesen. Ich war kein Bausoldat sondern Soldat in einer meteorolog. Station.
Viele Dienste.. kaum Urlaub, viele Strafen... Schlimme
Zeit. Konnte meine Deleg. zum Studium nicht antreten..

Servus
vo
11)     Christian Pahner schrieb am 10.10.2014 um 13:50 Uhr



Tolle Seite, danke dafür.
War von Mai 75 bis Nov.76 bei den Bausoldaten.
Bin mit ca.120 BS in das KZ-ähnliche Lager Holzdorf eingezogen worden.Dann durften wir bis Oktober unter harten Bedingungen
den Hubi-Flugplatz in Basepohl betonieren.
Noch im Oktober wurden wir dezentralisiert, in Sicherstellungstruppen
und wurden über die ganze Republik verteilt.
Den Rest der Dienstzeit habe ich in Kamenz verbracht.
Haben da Häuser für den Stab der LSK/LV gebaut.
Gruß Christian
10)     Sebastian Kranich schrieb am 08.09.2014 um 18:29 Uhr



Die Vorbereitungsgruppe des Bausoldatenkongresses 2014 hat einen "Ruf aus Wittenberg - Kriegsdienstverweigerung ist Menschenrecht" veröffentlicht. Weitere Unterstützungen sind willkommen. Melden Sie sich per E-Mail an: ruf-aus-wittenberg@gmx.de wenn Sie in die Liste der Unterzeichner_innen aufgenommen werden möchten.

Ruf aus Wittenberg: Kriegsdienstverweigerung ist Menschenrecht

Die Bausoldaten haben in der DDR den Dienst an der Waffe verweigert. Damit wollten sie ein deutliches Zeichen für Gewaltfreiheit und Frieden setzen. Dennoch mussten sie bei den Baueinheiten - zwar ohne Waffen, doch voll integriert in das militärische System der NVA - einen Wehrdienst leisten. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und ein ziviler Ersatzdienst wurden ihnen verwehrt.

Aus dieser Erfahrung heraus setzten und setzen sich viele Bausoldaten für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung
ein. Bis heute ist es keine Selbstverständlichkeit. Die Verankerung des Rechtes auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz der Bundesrepublik halten wir für eine große Errungenschaft, die es zu schützen gilt.

Angesichts zahlreicher Kriege weltweit wie im Nahen Osten und in der Ukraine bleibt die umfassende Durchsetzung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung international von größter Bedeutung. Die Entscheidung zur Verweigerung des Kriegsdienstes muss ohne Gewissensprüfung respektiert und eine Verfolgung oder Benachteiligung von Verweigerer_innen gestoppt werden.

Wir erinnern die Kirchen an die geistigen Wurzeln jenes Rechtes in prophetischen Visionen und Bergpredigt, in Früher Kirche und reformatorischer Achtung des Gewissens, in pazifistischen Orden, Gruppen und Freikirchen sowie im Menschenbild der Aufklärung. Wir bitten sie, für Kriegsdienstverweigerer_innen einzutreten und für sie zu beten, wie das in der DDR Praxis war.

Bundestag und Regierung der Bundesrepublik Deutschland fordern wir auf, sich international stärker für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung zu engagieren. Wegen Kriegsdienstverweigerung verfolgte Flüchtlinge müssen generell Asyl in Deutschland erhalten können.

In Deutschland wurde die Wehrpflicht ausgesetzt, dienende Zeit- und Berufssoldat_innen müssen sich bei einer Entscheidung zur Kriegsdienstverweigerung dennoch einer Gewissenprüfung unterziehen. Ein Prüfverfahren, um das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in Anspruch nehmen zu können, halten wir weder für zeitgerecht noch für legitim, da ein Gewissen nicht prüfbar ist. Im Zweifel führt die Prüfung zur Vorenthaltung dieses Grundrechts.Die Gesetzgebung zum Kriegsdienstverweigerungsrecht der Bundesrepublik ist dahingehend zu reformieren.

Über das weltweite individuelle Recht auf Kriegsdienstverweigerung hinaus, ist angesichts der aktuellen Krisen, gewaltsamen Konflikte und Kriege eine aktive, langfristig angelegte Friedenspolitik gefordert. Diese muss auf den zivilen Instrumenten der Konfliktbearbeitung basieren, die umfassend auszubauen sind. Notwendig ist die Abkehr von einem am Sicherheitsdenken orientierten Reagieren, hin zu einem verantwortungsbewussten, gewaltfreien Agieren im Sinne der Friedenslogik.

Die Erstunterzeichner sind Mitglieder der Vorbereitungsgruppe des Bausoldatenkongress 2014 - "Friedenszeugnis ohne Gew(a)ehr" vom 05.-07.09.2014 in Lutherstadt Wittenberg

Gottfried Arlt (Halle) Bausoldat 1964-66, Pfarrer i.R.

Andreas Ilse (Tauhardt) Bausoldat 1983-85, Berater im Bundesfreiwilligendienst

Friedrich Kramer (Halle/Lutherstadt Wittenberg) Bausoldat 1983-85, Theologe, Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt

Dr. Sebastian Kranich (Halle) Bausoldat 1988-89, Theologe

Stephan Schack (Naumburg/Saale) Bausoldat 1984-85, Trainer, Berater & Coach: Demokratie - Interkultur - Partizipation

Johannes Spengler (Halle) Bausoldat 1978-79; freiberuflicher Denkmalpfleger

Christof Starke (Halle) Geschäftsführer des Friedenskreis Halle e.V.

Justus Vesting (Halle) Historiker und Theologe
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