Bausoldatentreffen in Prora 2011

Bausoldatentreffen 2011
Am 30.09.2011 trafen sich 17 Ehemalige Bausoldaten der 4. Baukompanie, die von November 1985 bis April 1987 in Prora stationiert waren. Organisiert hatte dieses Treffen Ralf Mittelbach, dem an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön gesagt werden soll.

Bei absolut herrlichem Spätsommerwetter kamen wir so nach und nach am Freitag in Prora an. Unterkunft war in der neu entstandenen Jugendherberge im Block V. Bei vielen löste diese Vorstellung warscheinlich schon im Vorfeld Beklemmungen aus, aber wider Erwarten war die Erfahrung durchaus positiv - noch einmal in diesem Gebäude schlafen, ohne dazu gezwungen zu werden.

Ralf hatte für die Tage ein kleines Programm vorbereitet, was aber in keiner Weise zwingend war, wer wollte konnte seinen Tagesablauf auch anders gestalten, aber natürlich wurde das gemachte Angebot gern angenommen.

Bausoldatentreffen 2011



Am Freitag begannen wir mit dem Abendbrot und trafen uns hinterher zu geselliger Runde. Die Abendversorgung mit Getränken und Knabbereien hatten wir selbst übernommen, einen Raum stellte uns die Jugendherberge zur Verfügung. Viele waren in Begleitung ihrer Frauen gekommen, die während der Armeezeit ja eine nicht unerhebliche Last zu tragen hatten, sicher oft schwerer als wir.





Bausoldatentreffen 2011




Da Wolfgang Lehmann seinen Laptop mit hatte und in dem Raum ein Beamer zur Verfügung stand, konnte wir uns gemeinsam alte Bilder aus der Zeit ansehen, was natürlich eine Welle von Erinnerungen heraufbeschwor. Es was schon erstaunlich, was wieder alles zum Vorschein kam, und sehr oft war zu hören: "Mensch, jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch wieder ein."





Bausoldatentreffen 2011






Am Samstag fuhren wir mit den Autos nach Graftitz









Bausoldatentreffen 2011





Von dort ging es mit dem "Rasenden Roland" weiter bis Baabe.









Bausoldatentreffen 2011





Ab hier folgte der beschwerliche, aber auch sehr schöne Teil des Unternehmens - eine Wanderung über 9,6 km.








Zwischenstation machten wir in Seedorf, wo wir in der Gaststätte "Drei Linden" Mittagbrot aßen.

Bausoldatentreffen 2011





Während die Auswahl des Essens noch Kopfzerbrechen bereitete ....









Bausoldatentreffen 2011





.... war die Getränkeauswahl nicht so schwierig.









Über Lancken-Granitz führte der Weg dann zurück nach Graftitz.

Bausoldatentreffen 2011





Da es das Wetter doch überaus gut mit uns meinte, nutzten einige den schönen Nachmittag um sich noch etwas am Strand zu erholen, wobei die Unentwegtesten noch ein Bad in der Ostsee nahmen.







Bausoldatentreffen 2011





Den Abend ließen wir in gemütlicher Runde auf der Mauer des ehemaligen Schießplatzes ausklingen.









Bausoldatentreffen 2011





Der Sonntag begann mit einem Erntedankgottesdienst in Bergen.









Bausoldatentreffen 2011





Mittag war auf dem Rugard bestellt. Wobei ich sagen muß, daß mir die Gaststätte mit Schilfdach besser gefallen hatte.








Bausoldatentreffen 2011 Bausoldatentreffen 2011 Bausoldatentreffen 2011

Bausoldatentreffen 2011





Am Nachmittag machten wir eine ausgiebige Baustellenbesichtigung.









Bausoldatentreffen 2011





Dieses einst so wichtige Objekt macht jetzt einen fast ungenutzten Eindruck.









Bausoldatentreffen 2011





Wer uns beobachtet hat, muß sich gefragt haben, was für komische Leute dort durch´s Unterholz brechen.









Bausoldatentreffen 2011




Jürgen Baum fand in seinem ehemaligen Heizhaus in Staphel sogar noch ein Antennenkabel, welches Wolfgang Lehmann 1986 von zu Hause mitgebracht hatte um NDR hören zu können.








Bausoldatentreffen 2011





Als Abschluß unserer Besichtigungstour besuchten wir noch die Aussichtsplattform des Mukraner Hafens.








Zum Tagesabschluß saßen wir am Lagerfeuer zwischen Gebäude und Strand, unserem alten Außenrevier, und stellten fest, daß die Entscheidung sich noch mal in Prora zu treffen sehr gut war. Der Koloß hat seinen Schrecken verloren.

Bausoldatentreffen 2011

Wenn das Objekt Jugendherberge ein wenig zur Verwischung von Grenzen beitragen kann und vielleicht das Verständniß für einander fördert, so wäre das etwas was mir sehr gut gefallen würde.

Übrigens hörten wir im Vorfeld, daß sich die Herbergsleitung Gedanken machte, weil sie nicht wußte was da mit so einer Gruppe ehemaliger Bausoldaten auf sie zu kommt. Nun, eine friedliche Grundintension sollte man uns schon zugestehen.